Erläuterungen

Im Jahr 2011 waren etwa 40% oder 100-120 ppm CO2 zuviel in der Luft, bei einem Gesamtgewicht der Atmosphäre von etwa 4,5 - 4,9*1018 kg sind dies ca. 450 - 500 Milliarden Tonnen CO2 zuviel.

Einigkeit herrscht mittlerweile darüber, dass dieses "Zuviel" anthropogen ist, d.h. durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in den letzten 100 Jahren verursacht wurde (die Hälfte davon in den letzten 20 Jahren als der Klimawandel längst diskutiert wurde). Man beachte hierzu, dass wir das globale Ölfördermaximum erreicht haben und dass sich die Schätzungen der Erdölreserven auf ca. 175 Milliarden Tonnen belaufen. Dies bedeutet wiederum, dass etwa 175 Milliarden Tonnen Erdöl verbraucht wurden, überwiegend durch Verbrennung zu geschätzten 300 Milliarden Tonnen CO2. Hinzu kommt der Verbrauch von Kohle und Erdgas, der weitere Hunderte von Milliarden Tonnen an CO2 verursachten – man erkennt ohne Weiteres die fragliche Größenordnung.

Gleichzeitig wurde die Absorptionsfähigkeit der Biosphäre für CO2 durch die großflächige Abholzung von Waldgebieten stark reduziert. So sind in den Jahren von 1990 bis 2010 von den damals noch vorhandenen ca. 40 Millionen km2 Waldfläche ca. 3% abgeholzt worden, also über eine Million km2. Auf der anderen Seite gibt es weltweit ca. 45 - 50 Millionen km2 Trockengebiete, durch Degradierung und Desertifizierung kommen jährlich ca. 60.000 km2 neu hinzu.

Die Biomasse eines km2 Waldes beträgt ca. 15 Tausend Tonnen, dies entspricht einem CO2-Äquivalent von 10 Tausend Tonnen. Um also das überzählige CO2 aus der Luft zu holen, wäre es erforderlich, ca. 45 - 50 Millionen km2 Land aufzuforsten, dies entspricht ziemlich exakt der Größenordnung der Trockengebiete und Wüsten. Durch die Förderung großflächiger Nutzwaldaufforstungen insbesondere in heutigen Wüsten- bzw. Halbwüstengebieten, eine nachhaltige, ökologische Forstwirtschaft in diesen und allen anderen noch vorhandenen Wäldern, durch Einschlag und Lagerung des so gewonnenen Holzes, vor allem in Form von Holzkohle als terra preta zur Düngung (Humusbildung), aber auch in ehemaligen Salzstöcken, Bergwerken kann die notwendig neu zu bewaldende Fläche auf ca. 20 - 25 Millionen km2 reduziert werden. Die gesamte Weltwaldfläche würde dadurch wieder auf eine Größe anwachsen, wie sie vor den menschlichen Aktivitäten war. Hauptproblem ist die Bewässerung.

Auf diese Weise sind zugleich ein Stopp des anthropogenen Artensterbens und die Möglichkeit zur Erhöhung der Biodiversität (Artenvielfalt) erreichbar.

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